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Gründung des Mühlenvereins Upgant-Schott e.V.

An der Gründung des Mühlenvereins Upgant-Schott waren maßgeblich der Heimatverein Schottjer-Dreesche e.V. und dessen 1. Vorsitzender Alfred Janssen beteiligt. Bereits frühzeitig hatten es sich die Mitglieder des Heimatvereins zur Aufgabe gemacht, die Sterrenbergsche Windmühle und das Müllerknechthaus zu unterstützen und zu unterhalten. Bereits 1980 wurde der Heimatverein unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Heinrich Roolfs aktiv und organisierte das 1. Dorffest in Upgant-Schott anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Windmühle. Diverse Bauarbeiten an dem Müllerknechthaus wurden in den Folgejahren ebenfalls von den Heimatvereins-Mitgliedern vorgenommen. In guter Erinnerung ist bei allen Beteiligten noch der „Grogfrühschoppen“ in dem Müllerknechthaus, den die Familie Brüderle als Dankeschön durchführte.

Im Jahr 1991 wurde die gewerbliche Müllerei aus Altersgründen eingestellt. Doch die noch voll funktionsfähige Mühle musste dringend saniert werden, da das im Jahr 1934 durch Brandschaden erheblich beschädigte Mauerwerk mehr oder weniger abgängig war. Auch das Müllerknechthaus verfiel zusehends, sodass dringend Renovierungsarbeiten vorgenommen werden mussten.

Um das Wahrzeichen von Upgant-Schott, die Sterrenbergsche Mühle zu erhalten, ergriff der 1991 neu gewählte 1.Vorsitzende Alfred Janssen vom Heimatverein Schottjer-Dreesche die Initiative und lud alle interessierten Einwohner von Upgant-Schott ein, zwecks Förderung der Mühle. Im Ellernhus versammelten sich am 19. April 1991 viele Mühlenfreunde und es wurde beschlossen, unter der Obhut des Heimatvereins ein Arbeitskreis „Windmühle“ zu gründen. Dieser Arbeitskreis sollte als eine Sparte des Heimatvereins geführt werden. Diesem Arbeitskreis traten dann auch sofort 12 Mitglieder bei. Als Leiter dieser Sparte wurde Albert Janssen gewählt. Die Satzung des Heimatvereins sah einen Arbeitskreis bzw. eine Sparte nicht vor, sodass die Mitglieder eine Satzungsänderung vornehmen mussten. Diese Satzungsänderung wurde abgelehnt. Der Arbeitskreis „Windmühle“ musste aufgelöst werden.

Wieder ergriff Alfred Janssen die Initiative und lud unterstützt von Albert Janssen am 12. Juli 1991zur Gründungsversammlung ins Ellernhus ein. An dieser Gründungsversammlung des „Mühlenvereins Upgant-Schott“ nahmen 20 Mühlenfreunde teil, von denen 16 sofort diesem neuen Verein beitraten. Unter Wahlleiter Günther Gross wird folgender Vorstand gewählt:

  • 1.Vorsitzender Albert Janssen
  • Stellvertreter Johanne Habben und Fritz Freese
  • Kassenwart Alfred Janssen
  • Schriftführer Geralt Freese

Auf dieser Gründungsversammlung wurde ebenfalls die neue Satzung des Mühlenvereins beschlossen, die Albert und Alfred Janssen bereits im Vorfeld ausgearbeitet hatten. Die Eintragung ins Vereinsregister sollte umgehend beantragt werden. Am 19.September 1991 war die Registrierung dann perfekt. Dieses Ereignis wurde auf der Vorstandssitzung im Hause Alfred Janssen dann mit einem Gläschen Sekt gefeiert. Inzwischen hatten Albert und Alfred Janssen mit Unterstützung von Harm Bents auch der Nutzungsvertrag ausgearbeitet. Der Vertrag konnte mit der Familie Brüderle unterzeichnet werden.

Seit dem 1. Oktober 1991 ist der Mühlenverein Upgant-Schott e.V. Pächter der Mühle. Mit den Renovierungsarbeiten an der Sterrenbergsche-Mühle konnte also nach Erledigung aller Formalitäten, die eine Vereinsgründung nun einmal mit sich bringt, begonnen werden.

Das Vereinsleben

Der Mühlenverein hat sehr aktive Mitglieder. Jeder hilft so wie er kann. Z.B. trifft sich eine kleine Gruppe Männer regelmäßig zur Pflege der Mühle und der Außenanlagen, die Frauen servieren in der Saison von Mai bis Oktober samstags Tee und Krintstuut für Besucher, gern auch für Feriengäste. Dabei kann die Mühle auch unter sachkundiger Führung besichtigt werden.

Beliebt sind auch die vom Verein veranstalteten großen und kleinen Feste, die mit zum Erhalt der Dorfgemeinschaft beitragen und deren Erlöse der Mühle zu Gute kommen. Erwähnenswert hierbei sind das Mühlenfest, das in Ostfriesland beliebte "Eiertrüllen" am Ostermontag sowie das "Verknobeln" am Tage vor dem 6. Dezember (Nikolaustag). Auch an den jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen der Samtgemeinde Brookmerland (Straßenfest und Weihnachtsmarkt in Marienhafe) nimmer der Verein mit einem Verkaufsstand teil.

Bei den alle drei Jahre stattfindenden "Störtebeker-Freilicht-Spielen" trägt der Verein ebenfalls zur Verköstigung der Besucher bei,